Gute Vorsätze: Welche 3 Fehler Du unbedingt vermeiden solltest

Es ist wieder soweit. Wir setzen uns gemütlich an den Schreibtisch und planen das nächste Jahr. Die guten Vorsätze sind schnell gefunden: Weniger Stress, mehr Sport, gesünder ernähren, mehr Zeit für Freunde und Familie, weniger fernsehen.

Doch wenn wir jetzt an letztes Jahr zurückdenken, stellen wir fest, dass wir uns die gleichen Vorsätze auch schon für 2014 vorgenommen hatten. Irgendwann im Januar oder Februar, als der Alltag wieder so richtig stressig wurde, haben wir aufgegeben. Statt eine Runde im Park zu laufen sind wir auf dem Sofa vor dem Fernseher liegen geblieben. Haben Überstunden gemacht und am Ende wieder nicht genug Zeit für Familie und Freunde gehabt. Es ging nicht anders. Und doch:

Wir wollen uns ändern!

Eigentlich müsste es doch so einfach sein: Wir wollen uns ändern! Wir wissen, dass Sport uns gut tut. Wir möchten unser Leben nicht vor dem Fernseher verbringen. Wir wünschen uns ein aufregenderes Leben mit weniger Arbeit und mehr Freizeit.

Aber die Tatsache, dass wir uns die gleichen Vorsätze immer wieder vorknüpfen müssen, führt uns eins ganz klar vor Augen: Wollen, wissen und wünschen reichen nicht aus.

Wir brauchen einen neuen Ansatz. Einen Ansatz, der verhindert, dass wir die gleichen Fehler immer wieder machen. Doch bevor wir uns ansehen, wie Du es im Jahr 2015 wirklich schaffst, müssen wir als erstes verstehen, warum wir bisher gescheitert sind.

1. Der „Leichte Schulter“-Fehler

Eigentlich sollten wir es aus den letzten Jahren besser wissen. Echte Veränderung ist nicht so einfach wie sie aussieht. Stattdessen nehmen wir unsere Vorsätze auf die leichte Schulter. Wir wollen sie nebenbei umsetzen.

Was wir dabei vergessen, ist, dass es auch noch einen Alltag gibt. Die Zeit zwischen den Jahren ist meistens ruhig. Wir sind überzeugt, dass wir in den nächsten Wochen drei Mal die Woche Sport treiben können. Nach den Festessen zu Weihnachten gibt es jetzt nur noch gesunde Mahlzeiten.

Doch sobald es Mitte Januar wieder richtig losgeht, schaffen wir es nicht mehr, unsere Extrapläne zu verfolgen. Unsere Motivation geht verloren. Wir geben einen Vorsatz nach dem anderen auf. Alles bleibt beim Alten.

Das ist der „Leichte Schulter“-Fehler: Wir haben uns keine Gedanken gemacht, wie wir unsere Vorsätze umsetzen wollen, wenn es wieder stressiger wird. Es fehlt eine Strategie für Rückschläge.

Wenn Du es im nächsten Jahr wirklich ernst meinst, hilft Dir eine einfache Liste voller Vorsätze nicht weiter. Wir müssen uns genau überlegen, wie wir auch dann dranbleiben können, wenn es schwer wird. Was tust Du, wenn Du abends zu erschöpft bist, um noch ins Fitnessstudio zu gehen? Was unternimmst Du, wenn Du feststellst, dass Du mittags doch wieder das ungesunde Fast Food isst?

Egal was Du nächstes Jahr erreichen willst, geh nicht davon aus, dass alles glatt läuft. Denk schon jetzt über Maßnahmen nach, die Du bei den ersten Herausforderungen ergreifen kannst. Mach nicht den „Leichte Schulter“-Fehler!

2. Der „Marathon ohne Vorbereitung“-Fehler

Echte Veränderung passiert nicht von heute auf Morgen. Diese Erfahrung haben wir alle schon einmal gemacht. Wir sind Gewohnheitstiere.

Und trotzdem: Wir wollen eine 180-Grad-Drehung vollziehen. Von der Couchpotato zum Spitzensportler oder vom Workaholic zum gelassenen Familienvater. Alles muss von 0 auf 100 passieren.

Wir glauben, dass wir keine Zeit für kleine Zwischenschritte haben. Das Resultat kennen wir. Am Ende passiert: gar nichts. Wir haben uns zu viele und zu große Veränderungen vorgenommen.

Das ist so, als wollten wir mit keinerlei Training morgen einen Marathon laufen. Keine Chance!

Wie bereiten wir uns richtig auf ein solches Ereignis vor? Beginnen wir mit viel kürzeren Strecken! 5 Kilometer, dann 10 Kilometer. Dann erhöhen wir die Geschwindigkeit und die Intensität. Erst zwei Mal die Woche, dann drei Mal die Woche.

Genau so machst Du es mit Deinen Vorsätzen. Du willst sie bis zum Ende des Jahres umsetzen. Dafür hast Du zwölf Monate Zeit. Beginne mit kleinen Schritten: Statt Deine Ernährung auf einen Schlag komplett umzustellen kaufst Du zuerst keine Chips mehr. Nach ein paar Wochen die nächste Regel: Keine Süßigkeiten nach 21 Uhr. Der nächste Schritt ist eine Paprika am Tag.

Siehst Du, wie Du so den „Marathon ohne Vorbereitung“-Fehler vermeidest? Du gibst Dir selbst viel mehr Zeit und kannst Dich langsam an Deinen neuen Lebensstil gewöhnen. Das ist das Erfolgsrezept für Deine Vorsätze!

3. Der „Mensch gleich Maschine“-Fehler

Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass wir immer von einer perfekten Welt ausgehen? Natürlich hast Du genug Zeit und Kraft, um drei Mal die Woche Sport zu treiben. Selbstverständlich machst Du jetzt immer pünktlich Feierabend, damit Du noch mehr Zeit für Freunde und Familie hast. Dieses Jahr fängst Du immer rechtzeitig an, Dich auf Klausuren vorzubereiten.

Wirklich?

Wir sind keine Maschinen. Wir haben alle einmal schlechte Tage, an denen nichts funktioniert. Stress, schlechte Laune oder der Schweinehund lassen grüßen.

Was können wir tun, damit wir unsere Vorsätze trotzdem nicht aufgeben? Wie gelingt es uns, auch an solchen Tagen zumindest ein bisschen zu schaffen?

Es gibt ein wissenschaftliches Forschungsfeld, das für die Beantwortung dieser Fragen große Bedeutung hat: Die Verhaltenspsychologie. Wissenschaftler aus aller Welt versuchen herauszufinden, warum wir tun, was wir tun.

Eine wichtige Erkenntnis zahlreicher Experimente ist, dass unsere Umgebung eine viel größere Rolle spielt als bisher gedacht. Hier zwei simple Beispiele:

  • Je größer ein Teller ist, desto mehr werden wir essen – auch wenn wir eigentlich gar keinen Hunger mehr haben.
  • Wenn wir abends unsere Sportsachen direkt neben unser Bett legen, gehen wir mit viel größerer Wahrscheinlichkeit am nächsten Morgen joggen.

Was also kannst Du tun, dass Deine Umgebung Dich bei Deinen Vorsätzen mehr unterstützt?

Mit der richtigen Strategie kannst Du Deine Vorsätze dauerhaft umsetzen.

Woher wir das wissen? Mit BeYourBest Neustart haben wir in den letzten Jahren immer mehr Menschen erfolgreich bei der Umsetzung ihrer Vorsätze und Ziele begleitet. Die Neustarter haben mit dem Rauchen aufgehört oder ihr Romanprojekt in Rekordzeit zu Ende geschrieben. Sie haben sich mehr Zeit für ihre Familien erarbeitet, den Job gewechselt oder die Ernährung komplett umgestellt. Oder treiben seitdem endlich regelmäßig Sport. All das ist möglich!

Wir sind überglücklich, dass unser Programm schon so viel – und so viele! – bewegt hat. Und freuen uns immer, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit uns teilt! Viele Neustarter haben uns erzählt, wie auch sie zuvor immer wieder gescheitert sind. Dass sie enttäuscht waren von sich selbst und sich blöd vorkamen. Doch ihr Fehler war es nicht: es hatte ihnen nur niemand in einfachen Schritten erklären können, worauf es beim Ändern von Gewohnheiten wirklich ankommt.

Du weißt nun, welche Fehler Du auf jeden Fall vermeiden solltest, damit Deine Vorsätze nicht wie die Jahre zuvor im Alltag untergehen. Und auch Du kannst dieses Mal bei Neustart dabei sein! Jetzt einfach anmelden und wir zeigen Dir in unserem vierwöchigen Onlinekurs, wie Du Deine Vorsätze endlich dauerhaft umsetzt und Deine Ziele für 2015 erreichst.

1 Kommentar

  • Mir fällt spontan noch ein subtiler vierter Fehler ein. Subtil deshalb, weil er auf der unbewussten Ebene läuft:
    Wir nehmen uns Dinge vor, weil wir glauben wir müssten sie tun, „weil man das eben so macht“. Zum Beispiel studieren oder Karriere machen. Tatsächlich sind es gar nicht unsere Ziele, sondern die Ziele und damit Erwartungen unserer Eltern oder unseres Partners, unserer Freunde oder, oder… an uns, nur nicht unsere eigenen. Wir haben diese Erwartungen so sehr verinnerlicht, dass wir gar nicht mehr bemerken, dass es die Ziele anderer sind.
    Also: bei allen „guten Vorsätzen“ oder Zielen lohnt sich die Fragen „Ist das wirklich mein Ziel oder bediene ich die Erwartungen anderer an mich. Und wenn ja, will ich das wirklich?“
    Herzliche Grüße
    Maren

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