Lässt Du Dich von Deinen Ängsten steuern?

Wir haben sie alle! Angst. Es liegt in der Natur des Menschen und erfüllt auch in gewissen Situationen seinen Zweck. Doch ist es nicht sinnvoll, sich sein ganzes Leben dieser Hinzugeben und unbewusst von ihr lenken zu lassen.

Kennst Du diese Situationen, in denen Du auf „Autopilot“ fährst? Situationen, in denen Du nicht darüber nachdenkst, was genau Du eigentlich gerade tust und warum Du es tust. Oder, um ins Extreme zu gehen, Du einen Job machst, der Dir keinen Spaß macht oder in einer Beziehung bist, die Dir nichts gibt?

Wir Menschen brauchen Gewohnheit. Auch das ist Teil von uns. Kritisch wird es nur, wenn diese Gewohnheiten und Routinen nicht selbstbestimmt ablaufen, sondern sich einfach eingeschlichen haben, und wir sie ohne zu hinterfragen hinnehmen.

Ganz nach dem Motto: Lieber in der Beziehung bleiben als alleine zu sein, obwohl mir diese nichts gibt. Es ist einfach zur Gewohnheit geworden.

Was passiert in diesen Momenten? Ganz einfach: Wir treffen keine bewusste Entscheidung. Wir überlassen unsere Entscheidung unserer Gefühlswelt, und diese kann auf unseren Ängsten beruhen. Die Angst übernimmt unsere Entscheidung. Und ist es das, was Du haben möchtest? Ein Leben, das von Deinen Ängsten entschieden wird?

Häufig werden solche unbewussten Entscheidungen dann noch mit, aus der Angst sprechenden, Argumenten gerechtfertigt. „Ach, der Job ist eigentlich ganz in Ordnung. Ich verdiene ja ganz gut.“ oder ähnliche Sätze kaschieren die dahinterliegenden Mechanismen. Lass Dich aber nicht von solchen Ausreden leiten, sondern mach dir wirklich Gedanken, was Dir Spaß macht und was Du nur aus Gewohnheit tust.

Wie Du Dich von Deiner Angst befreist

Um diesen Automatismen zu begegnen, braucht es nur zwei Dinge:

1. Werde Dir bewusst über Deine Entscheidungen

Das ist der erste Schritt. Sich einfach mal bewusst darüber zu werden, welche Entscheidungen Du ganz automatisch triffst. In welchen Situationen fährst Du auf Autopilot?

Fang an, ganz bewusst zu reflektieren, wann Du welche Entscheidungen triffst.

Wir treffen den ganzen Tag über Entscheidungen. Das beginnt morgens damit, dass wir uns dafür entscheiden aufzustehen. Selbst wenn das ein Automatismus geworden ist, ist es doch eine Entscheidung.

Und so geht es den ganzen Tag weiter. Welchen Weg nehme ich zur Arbeit? Was esse ich wo in der Mittagspause? Wie gestalte ich meinen Abend?

Was passiert denn, wenn Du Deine Entscheidungen nicht bewusst triffst? Ganz einfach. Entweder Du tust dann Dinge aus Gewohnheit oder jemand anderes trifft die Entscheidung für Dich. Und überlege Dir mal wie viel Macht Du damit anderen Menschen über Dein Leben einräumst.

Also, wenn Du etwas an Deiner Situation ändern möchtest und Du mehr Verantwortung für Dein Leben übernehmen möchtest, dann beginne damit, Dir zunächst über Dein Verhalten klar zu werden. Beobachte dazu Dich selbst. Gehe wie gewohnt durch den Tag und denke ganz bewusst darüber nach, in welchen Situationen wer oder was für Dich entscheidet.

Tust Du das, was Du tust aus eigenem Antrieb? Entscheidet jemand anders über Dich? Oder tust du es aus einer Angst heraus?

2. Fang an bewusste Entscheidungen zu treffen

Sobald Du Dir klar darüber geworden bist, welche Entscheidungen nicht von Dir stammen, kannst Du Schritt für Schritt damit beginnen, diese bewusst zu treffen.

Auch wenn das am Anfang ungewohnt sein mag und Du vielleicht auch in Situationen gerätst, in denen es Dir schwer fällt, eine Entscheidung zu treffen, dann tue es trotzdem.

Lerne, selbst die Entscheidungen für Dein Leben zu treffen. Sonst tut es jemand anderes.

Triff eine Entscheidung und ziehe sie dann auch durch! Es kann gut sein, dass Du manchmal nicht weißt, welches die richtige Entscheidung ist. Das ist ganz normal. Das gibt es nämlich auch gar nicht. Es gibt keine richtigen oder falschen Entscheidungen. Es gibt nur das, wofür Du Dich entscheidest. Und keine Entscheidung ist immer schlechter als eine schlechte Entscheidung.

Entscheidungen zu treffen ist eine Übungssache. Du musst nicht damit anfangen, alles und jeden zu hinterfragen, sondern es reicht für den Anfang, wenn Du einfach einmal am Tag eine Entscheidung triffst, die Du zuvor nicht getroffen hast. Und ja, dazu zählen vor allem auch schwierige Entscheidungen.

Wenn Du das mehrmals getan hast, dann steigere Dich. Übernehme nach und nach für jede Entscheidung die Verantwortung. Wähle ganz bewusst, was für Dich richtig ist.

Wenn Du das übst und konsequent machst, übernimmst Du so Schritt für Schritt die volle Verantwortung für Dein Leben. Und dadurch machst Du Dich unabhängig und selbstbestimmt.

Probiere es aus. Lerne, Deine Entscheidungen selbst zu treffen, und lerne, dass dies auch Spaß machen kann, wenn du so immer wieder neue Dinge ausprobiert.

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