Routinen durchbrechen

Routinen sind für Deinen persönlichen Erfolg sehr wichtig. Denn so schaffst Du es auch vermeintlich unangenehme Aufgaben, die trotzdem eine große Bedeutung für Deinen persönlichen Erfolg haben, ohne große Widerstände zu bewältigen. Du gibst dem Tag damit einen gewissen Rahmen (s. auch Eine tägliche Morgenroutine). Allerdings können Dir einzelne Routinen auch im Weg stehen, wenn Du Dich weiterentwickeln willst. Deshalb musst Du immer wieder aus dem Alltagstrott herauskommen und neue Herausforderungen annehmen. Wie das geht lernst Du jetzt!

Dein größter Gegner für die Weiterentwicklung ist die so genannte „comfort zone“. Das ist der Bereich, in dem Du es Dir bequem machen kannst und Dich nur vertrauten Aufgaben widmst. Kurz gesagt: Deine Routine. Es leuchtet ein, dass Du Dein volles Potential nur entfalten kannst, wenn Du aus Deiner „comfort zone“ heraustrittst.

Warum verlassen wir die „comfort zone“ nicht?

Jeder, der sich schon einmal eine schlechte Gewohnheit abgewöhnen wollte, weiß wie schwer das ist. Je länger Du Dir ein gewisses Verhalten antrainiert hast, desto mehr Kraft kostet es, dagegen anzugehen. Die „comfort zone“ ist wie eine solche schlechte Gewohnheit.

Wir machen es uns außerdem gerne bequem und leicht. Faul auf dem Sofa zu liegen, scheint nach einem langen Arbeitstag wesentlich verlockender, als neue Aufgaben anzugehen. Das Trägheitsgesetz schlägt voll zu. Denn ein ruhender Gegenstand neigt dazu, sich nicht zu bewegen, während ein sich schon bewegender Gegenstand in Bewegung bleibt (s. auch Ziele: Fang jetzt an!). Das bedeutet aber auch, dass nach dem Aufstehen vom Sofa schon der schwerste Schritt getan ist.

Verlasse die Comfort Zone

Foto: warrengoldswain / Bigstock.com

Während antrainierte Gewohnheiten und Faulheit Dich eher davon abhalten, Dinge zu machen, zu denen Du einfach keine Lust hast, stoppt Dich der letzte Faktor selbst bei höchster Motivation. Es ist die Angst vor Neuem. Sie ist der Hauptgrund, warum es uns so schwer fällt, die „comfort zone“ zu verlassen. Aber wenn Du dieses Unwohlsein besiegen kannst und Dich neuen Herausforderungen stellst, hat das so viele Vorteile:

  • Entwicklung: Du verbesserst Dich als Mensch. Unbekanntem gegenüber zu treten, stärkt Deinen Charakter und lässt Dich reifen.
  • Erlebnis: Du machst aufregende Erfahrungen und kannst Dich immer auf neue Abenteuer freuen. Du wirst immer neue Horizonte entdecken.
  • Spannung: Langeweile gehört der Vergangenheit an, wenn Du immer offen für Neues bist und alte Routinen durchbrichst.
  • Selbstbewusstsein: Je mehr Grenzen Du überwindest, desto mehr Selbstachtung und –zufriedenheit mit Dir selbst wirst Du haben.
  • Interessant: Wer viel erlebt und ständig neue Erfahrungen macht, kann viele interessante Geschichten erzählen und ist ein begehrter Gast.
  • Kreativität: Neue Aufgaben erfordern bessere Ideen und Lösungen. Nur so lernst Du mehr!
  • Energie: Du fühlst Dich voller Energie und befreit, wenn Du große Herausforderungen gemeistert hast.

Und so schaffst Du es trotzdem, die „comfort zone“ zu verlassen!

Du weißt jetzt, warum Du immer neue Herausforderungen suchen solltest und warum es so schwer ist, das wirklich zu tun. Hier nun ein paar einfache Tipps, wie Du in Zukunft neue Aufgaben in Angriff nehmen kannst.

Jeden Monat einen „Tag der Herausforderung“

Setze jeden Monat einen Tag fest, an dem Du etwas machst, was Du noch nie gemacht hast. Ein Malkurs, ein Theaterbesuch oder ein exotische Sportart? Vielleicht kostet es Dich viel Überwindung, eine Rede zu halten. Beim nächsten Geburtstag machst Du es trotzdem. Lies ein Buch von einem Autor, den Du noch nie gelesen hast. Benutze diesen Link um ein per Zufall gewähltes Thema bei Wikipedia zu lesen: Zufall Wikipedia.

Suche Dir einen Partner

Zu zweit ist es immer leichter, sich zu motivieren und neue Grenzen auszutesten. Schicke am besten jemand diesen Artikel und versucht dann gemeinsam, die „comfort zone“ zu verlassen. Legt zusammen einen Termin fest, an dem ihr etwas Verrücktes macht.

Akzeptiere das flaue Gefühl im Magen

Gerade wenn Du Dinge machen willst, bei denen Du Dich nicht so wohl fühlst (z.B. eine Rede halten), musst Du einfach hinnehmen, dass sich ein gutes Gefühl erst einstellt, wenn Du die Aufgabe hinter Dir hast. Wenn Du Dich überwunden hast, fühlst Du Dich unbesiegbar.

Verlasse Deine comfort zone. Du kannst Dich nur weiterentwickeln, wenn Du bereit bist, Dich unwohl und angespannt zu fühlen, wenn Du es etwas Neues ausprobierst. Brian Tracy

Am besten machst Du gleich den ersten Schritt ohne viel Nachzudenken. Wenn Du dann mitten im Geschehen bist, ist alles halb so schlimm. Wenn Du vorher lange abwartest und Dir alle möglichen Schreckensszenarien ausmalst, wirst Du diesen ersten Schritt nicht mehr machen. Also gut vorbereiten und im Moment der Entscheidung einfach die Flucht nach vorne antreten.

Klein anfangen

Du wächst mit Deinen Aufgaben. Mit jeder Überwindung erweitert sich Deine „comfort zone“, so dass größere Herausforderungen in greifbare Nähe rücken. Aber Du musst langsam anfangen und nicht gleich 100m aus Deiner „comfort zone“ herauslaufen. Denn sonst wirst Du diesen Aufgaben nicht gewachsen sein und es in Zukunft gar nicht mehr versuchen.


Mit diesen Tipps bist Du bereit, Routinen zu durchbrechen und Schritt für Schritt Deine „comfort zone“ zu erweitern. Mach Dir am besten jetzt eine Liste mit Dingen, die Du schon immer mal in Angriff nehmen wolltest. Und dann gehts los!

7 Kommentare

  • Routinen sind Verhaltenseinstellungen, die im emotionalen Bereich geschaltet sind. Um diese zu verändern, bedarf es daher emotionaler Initiatoren und nicht kognitiver. Tipps sind leicht leserlich verständlich, bewirken auf Herzensfrequenz aber keinen Auslöser (Ähnlich wie die guten Vorsätze zu Neujahr) Um zu seiner Veränderung zu stehen, bedarf es einer geänderten emotionaler Geisteseinstellung; wenn diese nicht vorhanden ist, wirkt kein einziger Tipp! Sprachlich ist der Tipp nur ein Hinweis und keine nutzvolle Gebrauchsanweisung.

  • Und wie soll man deine Meinung nach seine emotinale Geisteseinstellung ändern?
    Du lieferst eben auch Hinweise keine Gebrauchsanweisung, is ja auch egal ich nehm eh die Ferbedienung.

  • mentale Penetration.
    Was über Jahre in deinem Kopf geistert, bekommt man deshalb nicht durch zb einen Neujahrsvorsatz überschrieben.
    Du musst dein Gehirn solange damit „nerven“, bis es nachgibt, dann ist es verankert.
    Das dauert natürlich, aber es funktioniert.
    Schriftlich geht alles nochmal wesentlich besser.

  • Die Komfortzone zu verlassen ist eine sehr gute Idee und bringt sehr viele Vorteile.

    Allerdings sollte man sich aufrappeln, die Komfortzone zielführend zu verlassen.
    Es kann nicht sein, dass man Ziele plant und man einfach nicht aus der Komfortzone raus kommt.

    Schließlich macht man jeden Tag was „Neues“, aber vielleicht auch etwas, was einem nicht dem Ziel näher bringt.

    Klar, am Anfang ist irgendeine Handlung auch ein Erfolg. Aber dann muss man zu zielführenden Handlungen überschwanken um den Erfolg zu erreichen, den man erreichen will.

  • Super Artikel. Danke für die Tipps. Obwohl ich mich bereits ausführlich mit dem Thema beschäftigt habe, fällt es mir doch immer noch schwer.
    http://freilaufmenschen.com/komfortzone-verlassen-wieso-und-wie/

  • „Suche Dir einen Partner

    Zu zweit ist es immer leichter, sich zu motivieren und neue Grenzen auszutesten.“

    Wer sich einen Partner sucht um sich zu motivieren verlässt nicht die Comfortzone, sondern erweitert diese.

    Warum? Weil man sich alleine unsicher fühlen würde.
    Man kompensiert das Gefühl von Unsicherheit der neuen Situation mit etwas „Gewohntem“.

    Okay, zugegeben, diese Kritik geht von einem sehr „staighten“ befolgen der Tipps aus.
    Fakt ist: jemand der z.B. eine Soziophobie hat, der wird mit solchen Tipps seine Comfortzone nicht verlassen.
    Wenn es sich nur um Gemütlichkeit oder Gewohnheit handelt, die weniger mit starken Emotionen zu tun hat, bei dem können die Tipps helfen.

    Allerdings haben manche Gewohnheiten durchaus den Sinn etwas bestimmtes zu kompensieren. Ändert man dann die Gewohnheit, fehlt die Kompensation: entweder sucht man dann was anderes zum kompensieren oder man fällt ins alte Muster zurück. Deswegen helfen viele Tipps ja auch nicht. Erstmal muss man für sich herausfinden was man damit kompensiert, dann kann man nach Dingen suchen die „konstruktiver“ sind als bisherige Kompensationen. (Z.B. Zigaretten –>kompensation von Stress. Möglichkeiten: Sport, Meditation oder anderes individuelles finden dass den Stresspegel senkt.)

    Und was die comfort-zone angeht: unterscheiden zwischen positivem und negativem Stress.
    Positiver Stress ist der an dem man wachsen kann.
    Negativer ist der, an dem man zugrunde geht.
    Wer sich zu viel zumutet fliegt eher auf die Nase, und verliert manchmal mehr als dass er gewinnt.
    (Öffentliche Rede halten? Klar, ist unangenehm. Aber das ganze Nackt? Die meisten verschwinden bei dem Gedanken daran seeeehr schnell in ihrer Comfort-Zone)

  • Ich stecke in so einer Entscheidungsphase .Comfortzone verlassen oder nicht, aus lauter Angst.
    Ich könnte/würde Viel gewinnen.
    Aber ich kann meine Kraftreserven nicht 100 Prozent einschätzen.
    Zum teil steckt eine Kompensation dahinter wenn ich die Veränderung wagen würde.zum anderen würde sie viel Freiheit bringen und Entfaltung

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