Warum der Blick in den Spiegel Dein Leben verändert

Der Kanadier Kyle MacDonald hat im Sommer 2005 ein großes Ziel: Er will zusammen mit seiner Verlobten in ein Haus ziehen. Allein das Geld dazu fehlt. Aber er hat eine Idee. Sogar eine ziemlich verrückte. Er macht ein Foto von einer roten Büroklammer und setzt folgenden Text ins Internet:

„Dies ist eine rote Büroklammer, die neben meinem Computer auf dem Schreibtisch liegt. Ich möchte sie für etwas Größeres oder Besseres eintauschen, vielleicht einen Stift, einen Löffel oder einen Schuh. … Ich werde die Gegenstände so lange eintauschen bis ich ein Haus bekomme.“

Ziemlich genau ein Jahr später erreicht er dieses Ziel, nach nur 14 Tauschgeschäften! Von einer Büroklammer zu einem Haus.

Wieso ich Dir diese Geschichte erzähle? Weil Kyle MacDonald – abgesehen von der genialen Idee – etwas getan hat, was alle erfolgreichen Menschen auszeichnet. Es ist eine Erkenntnis, von der mir schon viele Menschen erzählt haben, dass sie ihr Leben vollkommen zum Positiven verändert hat. Und diese Sichtweise kann auch Dein ganzes Leben verändern. Worum geht es?

Verantwortung übernehmen.

Was wir instinktiv falsch machen

Wenn in unserem Leben etwas schief läuft, neigen wir instinktiv dazu, andere Menschen oder Umstände für die Fehler verantwortlich zu machen. Das ist eine Art psychologischer Eigenschutz, weil wir uns nicht als Menschen in Frage stellen müssen. Aus diesem Grund ist es so schwer, für Dein Leben die volle Verantwortung zu übernehmen.

Wenn Du der Person in den Hintern treten dürftest, die für die meisten Deiner Probleme verantwortlich ist, könntest Du einen Monat lang nicht sitzen. Theodore Roosevelt

Mach Dir klar: Der Mensch, der Du heute bist, ist eine Kombination aus Deinen persönlichen Entscheidungen, die Du bis heute getroffen hast, und natürlich auch den Ereignissen, die außerhalb Deiner Kontrolle liegen.

Sicherlich sind nicht alle Misserfolge Dein Fehler. Doch die Erkenntnis, dass Du über Dein Leben und Deine Entscheidungen deutlich mehr Einfluss hast als Dir wahrscheinlich gerade bewusst ist, befreit Dich aus Deiner Untätigkeit. Du musst nicht alles hinnehmen, wie es ist, sondern kannst Dein Leben gestalten.

Die Erwartung, das Leben in keiner Weise kontrollieren zu können, wird in der Psychologie auch als „Erlernte Hilfslosigkeit“ bezeichnet. Vielleicht kennst Du die Geschichte von dem kleinen Elefanten, der in jungen Jahren an einen kleinen Holzpflock gebunden wird und mit aller Kraft versucht, sich zu befreien. Doch seine Kräfte reichen nicht aus, um den Pflock aus dem Boden zu lösen. Und so gibt er irgendwann auf.

Viele Jahre später genügt genau dieses kleine Stück Holz aus, um ihn am Davonlaufen zu hindern. Er hat gelernt, dass er sich nicht befreien kann, obwohl er inzwischen ausgewachsene Bäume einfach ausreißen könnte.

Auch wir haben diese Hilflosigkeit in einigen Situationen „gelernt“. Es scheint uns dann so zu sein, als könnten wir nichts in unserer Macht Stehende tun, um uns aus der Misere zu befreien. Wir haben vergessen in den Spiegel zu blicken und den kräftigen und intelligenten Menschen zu sehen, der den Pflock ohne Probleme herausreißen kann.

Es ist Deine Entscheidung!

Übergewicht, ein langweiliger Job, wenig Geld auf dem Konto oder einfach nur unzufrieden mit dem Leben? Hast Du wirklich keinerlei Kontrolle darüber? Wenn Du für all diese Dinge ab heute Verantwortung übernimmst statt anderen Menschen oder den Umständen die Schuld zu geben, kannst Du heute damit beginnen, Dein Leben zu verändern.

Es sind Deine Entscheidungen: Musst Du wirklich jeden Tag Fastfood essen und kannst nie auf das Dessert verzichten? Hast Du den Arbeitsvertrag unterschrieben? Gibst Du immer mehr Geld aus als Du hast? Was tust Du für Deine Zufriedenheit?

Entscheidungen treffen

Foto: Viorel Sima / Bigstock.com

Kyle MacDonald hatte kein Geld für ein Haus. Aber er hat sich nicht aufs Sofa gelegt und sich beschwert, wie ungerecht das Leben ist. Er hat mit seinen, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und einer Idee innerhalb eines Jahres ein Eigenheim bezogen. Was kannst Du aus einer roten Büroklammer machen?

Bevor Du jetzt mit einem großen „Ja, aber!“ widersprechen willst: Dass bei Dir wirklich alles anders ist. Dass Du wirklich nichts für Deine Situation kannst. Dass Du nicht einmal eine rote Büroklammer auf Deinem Schreibtisch liegen hast.

Mach Dir bewusst, dass persönliche Verantwortung einen unschätzbaren Vorteil für Dich bringt. Denn wenn Deine Entscheidungen Dich zu dem Menschen gemacht haben, der Du heute bist, kannst Du Deinem Leben mit zukünftigen Entscheidungen auch eine ganz neue Richtung geben.

Die Tatsache, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel zu lesen, war Deine Entscheidung. Es ist ebenfalls Deine Entscheidung, ab jetzt mehr Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen.

Du hast die Wahl: Ab heute jeden Tag über Deine Ziele nachzudenken? Mit einer Morgenroutine erfolgreich in den Tag starten? Morgen einen Bekannten um einen Ratschlag bitten? Unseren Newsletter abonnieren und BeYourBest Insider werden? Alles Deine Entscheidungen. Genauso wie die Entscheidung, diese Seite zu schließen und Dich jetzt irgendwo im Internet darüber zu beschweren, wie ungerecht das Leben ist.

Schau ab heute selbst in den Spiegel, sieh den starken Elefanten und übernimm die volle Verantwortung für Dein Leben. Gestalte Deine Zukunft und Dein Leben mit Deinen Entscheidungen.

3 Kommentare

  • „Es ist deine Entscheidung“… das ist wohl einer der mächtigsten und überaus lebensverändernde Aussage… wenn man sie denn versteht und anwendet. ;-)

    Danke für den Artikel.

  • Ich finde dieses Beispiel hervorragend.
    Denn jeder ist sich SELBST DER NÄCHSTE….
    Schritt der; 1. der 2. der 3. und so weiter…all unsere Schritte die wir machen sind unsere Schritte zum Besserem Leben, Erfolg.
    Ängste und Trägheit, Trauer, Wut, Schmerz, sind die Schatten Gefühle die uns von unserem nächsten Schritt abhalten; also unser Ego.
    Wer sich selbst überwindet egal ob es Stürmt oder Schneit, Hagelt oder Hitze durch lebt. Den 1. Schritt es zu durchbrechen ist der Weg zu sich selbst und das Lachen in unser Gesicht, das Strahlen in unseren Augen kehrt zurück. (Erfolg bin ICH ) und Ich bin auch das Glück! Ich suche jeden Tag wo heute das Glück in mir Steckt.

  • Wichtig ist auch, dass man nicht immer negativ betrachten muss. Das z. B. ich nicht immer falsche Entscheidungen oder gar keine Entscheidungen getroffen habe.

    Wichtig ist zu sagen, dass z. B. ich zum Beispiele einige Fortschritte erlebt habe, weil ich eben Verantwortung übernommen habe. Und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige bin.

Was ist Deine Meinung?

*erforderlich, E-Mail wird nicht veröffentlicht.