Das Schmerz und Freude Prinzip

Jeder Mensch verbindet eine Handlung entweder mit Schmerz oder Freude. Bei fehlender Motivation verbindest Du die Aufgabe wahrscheinlich mit Schmerz und nicht mit Freude. Wenn Du verstehst wie das Prinzip von Schmerz und Freude funktioniert, kannst Du Deine Motivation stark verbessern.

Dazu musst Du nur zwei ganz einfache Regeln beachten. Wir werden motiviert von:

  1. Dem Willen, Schmerz zu vermeiden.
  2. Dem Verlangen, Freude zu empfinden.

Der stärkere Motivator ist es, Schmerz zu vermeiden. Erst danach folgt der Wunsch, Freude zu empfinden. Das Problem ist, dass wir Dinge oft mit Schmerz verbinden, die eigentlich gut für uns sind, und uns an Dingen erfreuen, die schlecht für uns sind. Ein paar Beispiele:

Schmerz: Zum Zahnarzt gehen, Geld sparen, wichtige Telefonate führen, Lernen, Sport treiben

Freude: Rauchen, Zeit vor dem Fernseher verschwenden, sich betrinken, Verantwortung vermeiden

Wenn Du diese Dinge mit dem falschen Gefühl verbindest, wirst Du es sehr schwer haben, Dich selbst zu motivieren. Der einzige Ausweg ist es in diesem Fall, Schmerz und Freude neu zu bewerten. Verbindest Du die wichtigen Dinge in Deinem Leben wirklich mit dem richtigen Gefühl?

Freude oder Schmerz? Leicht oder Schwer?

  • Neue Aufgaben
  • Sinnlose Sendungen im Fernsehen gucken
  • Mehr Verantwortung übernehmen
  • Mehr lernen
  • Jemand anderem die Schuld für eigene Fehler geben
  • Gesund ernähren
  • Sport treiben

Wie läuft das Schmerz und Freude Prinzip im Kopf ab?

Okay, jetzt mal ein konkretes Beispiel, wie wir alle es täglich erleben. Du hast Dir vorgenommen, von nun an 3 Mal in der Woche ins Fitnessstudio zu gehen. Nach einem anstrengenden Tag bei der Arbeit kommst Du nach Hause und musst Dich entscheiden: „Gehe ich heute noch zum Sport oder nicht?“ Dann könnten Deine Gedanken im Kopf so ablaufen, als würde der berühmte Teufel auf Deiner Schulter sitzen.

Laufen im Fitnessstudio

Foto: Khakimullin / bigstockphoto.com

„Ich habe keine Zeit, laufen ist langweilig, Gewichte heben zu anstrengend, ich fühle mich heute nicht gut, ich geh lieber morgen…“

Wenn Du dann im Ergebnis zu Dir sagst „Ich bin nicht motiviert, ich habe keine Lust.“, verbindest Du mit dem Fitnessstudio Schmerz beziehungsweise mehr Freude mit einer Alternative (z.B. lecker Chips essen vor dem Fernseher – das hast Du Dir nach dem anstrengenden Tag aber auch verdient…). Der wahre Grund für Deine Lustlosigkeit ist also in Wahrheit nicht fehlende Motivation, sondern Dein Wille, Schmerz zu vermeiden und Freude zu empfinden. Du hast mit dem Training das falsche Gefühl verbunden. Wenn Du so über mehrere Wochen hinweg denkst, wirst Du den Sport komplett vermeiden.

Im Ergebnis sitzt Du dann lieber vor dem Fernseher (einfacher, bringt vermeintlich Freude) und rückst immer weiter von Deinem Ziel ab (schwer, Schmerz). Jedes neue Ziel ist eine große Herausforderung, die am Anfang schwer fällt. Die Phase des ersten Widerstands kannst Du nur überstehen, wenn Du sie mit dem Ziel Freude verbindest.

Die Anwendung des Schmerz und Freude Prinzips zeigt Dir, wie Du Deine Gefühle in Zukunft richtig zuordnest. So wirst Du viel motivierter sein.

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