Die Anwendung des Schmerz und Freude Prinzips

Wie kannst Du das Schmerz und Freude Prinzip konkret anwenden, um in Zukunft motivierter zu sein? Die einfache und kurze Antwort: Du musst Deine inneren Überzeugungen überprüfen und an den Stellen, wo Dir Motivation fehlt, Schmerz und Freude umkehren. Was sich so leicht in einem Satz schreiben lässt, ist in der Realität allerdings ein mühevoller Prozess. Er wird sich aber lohnen. Versprochen!

Wie aber läuft dieser Prozess genau ab? Zunächst musst Du ein Verhalten oder eine Gewohnheit in Deinem Leben finden, bei der Du Schmerz und Freude falsch zuordnest. Du kennst Dich selbst am besten und weißt genau, wo Dir die nötige Motivation fehlt. Wichtig ist in dieser Phase, dass Du absolut ehrlich bist und Dir wirklich klar machst, in welchem Bereich Du Deine Motivation verbessern kannst.

Wenn Du einen solchen Bereich gefunden hast, schreibe alle Gründe auf, warum Du Schmerz und Freude in diesem konkreten Fall falsch zuordnest. Was assoziierst Du mit der Tätigkeit oder dem Verhalten? Fordere Deine Einstellung heraus. Welche Ansichten halten Dich davon ab, aktiv zu werden? So kommst Du jenen inneren Überzeugungen auf die Schliche, die Dich vom Handeln abgehalten haben. Diese Einstellung beschränkt Dein Potential und sorgt dafür, dass Du lustlos wirst. Du musst jetzt also neue Überzeugungen entwickeln.

Zum Beispiel könntest Du Deine neue Einstellung zu Sport so aufschreiben:

  • Ich freue mich, dass ich gesund bin und überhaupt Sport machen kann.
  • Nach dem Sport fühle ich mich erholt und leistungsfähig.
  • Wenn ich Sport mache, bleibe ich auch gesund und bin voller Energie.
  • Ich wechsle häufig Ort und Sportart, so dass immer Neues auf mich wartet.

Wie würde sich jemand verhalten, der fest an die neuen Überzeugungen glaubt?

Diese Sätze zielen alle darauf ab, dass Du Sport mit positiven Gedanken verbindest. Du steigerst also den Freudeanteil. Umgekehrt kannst Du natürlich auch das „Faul-vor-dem-Fernseher“-Sitzen mit mehr Schmerz verbinden, indem Du Dir vergegenwärtigst, wie schlecht dieses Verhalten für Deine Gesundheit ist etc. Schreib Dir ein paar dieser neuen Denkansätze auf und verhalte Dich für die nächsten Wochen so als würdest Du daran zu 100 Prozent glauben. Und dann stell Dir immer wieder die Frage: Wie würde sich jemand verhalten, der fest an diese neuen Überzeugungen glauben würde? Sei dann selbst dieses Vorbild.

Zwei Dinge, die ich mir immer wieder im Zusammenhang mit Sport gesagt habe und inzwischen längst verinnerlicht habe, sind diese:

  • Erst wenn es anfängt, weh zu tun, bringt es was!
  • Wenn es draußen beim Joggen regnet, kann ich gleichzeitig noch meine Willenskraft stärken!

Nach einer gewissen Zeit hast Du Deine alten Überzeugungen mit den neuen ersetzt. Erwarte nicht, dass sofort alles perfekt läuft. Wenn du etwas Neues ausprobierst, kann nicht gleich alles rund laufen. Auf die Dauer wirst du trotzdem wesentlich motivierter sein, wenn Du Deine Gefühle mit diesem Trick richtig zugeordnet hast.

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