Die höchste Form des Lernens

Es ist allgemein bekannt, dass die Behaltensquote mit der Anzahl der aktivierten Wahrnehmungskanäle (sehen, hören, fühlen) exponentiell ansteigt. So behalten wir nur etwa 20 Prozent von dem, was wir hören, während wir 50 Prozent von dem behalten, was wir hören und sehen. Wie das Verständnis in noch höhere Regionen steigen kann, soll Inhalt dieses Artikels sein.

Jeder kennt den Unterschied zwischen reinem Auswendiggelernten und wirklich Verstandenem (s. auch Verständnis contra Auswendiglernen). Wenn Du mit dem Wissen jonglieren kannst und es ohne Probleme auf andere Situationen anwenden kannst, hast du es tiefgehend verstanden. Um diesen Zustand zu erreichen, ist es wichtig, die Informationen im Langzeitgedächtnis zu speichern.

Erst ein Wissensnetz weben

Um diese höchste Form des Wissens zu erreichen, müssen aber erst die Grundlagen sitzen. Du kannst Dir Dein Gehirn wie ein großes Spinnennetz vorstellen. Unser gesamtes Wissen befindet sich in einem riesigen Netzwerk. Je mehr Detailinformationen wir im Gehirn gespeichert haben, desto dichter sind die Verflechtungen und neue Informationen können ohne Probleme eingewoben werden. Völlig unbekanntes Wissen findet dagegen kein vorgefertigtes Netzwerk und kann nicht in einem bereits vorhandenen Wissensdickicht gespeichert werden.

Das Wissennetz

Für solche vollkommen neuen Informationen musst Du zunächst einmal in aller Ruhe die Hauptfäden bilden und weitere Verflechtungen langsam aufbauen. Detailinformationen fallen zwischen den großen Fäden in ein Loch und sind nach kurzer Zeit verloren. Deshalb musst Du Dir erst die Grundlagen erarbeiten bevor Du von den positiven Faktoren einer Diskussion profitieren kannst. Dabei ist gerade zu Beginn wichtig, langsam zu starten und die Grundlagen möglichst oft zu wiederholen.

Vielleicht ist jetzt auch verständlicher, warum Mindmapping ein sehr effektive Methode ist, Wissen zu speichern. Denn eine Mindmap bildet genau ein solches Netz nach, so dass die Wissensaufnahme und das bilden neuer Fäden viel leichter fällt.

Damit das Netz nie wieder zerfällt

Nachdem zumindest ein Grundgerüst aufgebaut ist, ist die beste Methode zum endgültigen Speichern im Langzeitgedächtnis das aktive Anwenden. Hier ist eine Behaltensquote auch nach langer Zeit von über 90 Prozent möglich. Sehr effektiv ist das Diskutieren mit einem Partner. Suche Dir also nach Möglichkeit einen Lernpartner, mit dem Du die gelernten Informationen diskutieren kannst. Auf diese Weise bildet das Gehirn neue Synapsen und das Wissensnetz im Gehirn verdichtet sich weiter.

Wenn Du das Wissen, das sich auf diesen Seiten befindet, dauerhaft und detailliert behalten willst, bietet es sich also auch an, die Inhalte mit einem Freund oder einer Freundin zu diskutieren. Deshalb ist es auch für Dich von Vorteil, wenn Du uns Deinen besten Freunden weiterempfiehlst und so Dein Wissensnetz und das BeYourBest Erfolgsnetzwerk vergrößerst. ;-)

2 Kommentare

  • Was für eine tolle Seite! Bin durch Zufall hier gelandet. Ich habe bald Abiprüfungen und die Tipps hier werden mir hoffentlich helfen.^^ Hört sich alles sehr vielversprechend an. Danke

  • Hallo
    eine wirklich schöne Zusammenfassung.
    Allerdings wird in unserem Gehirn keine Information gespeichert – der Speicherort für unser Wissen ist vielmehr jede einzelne Zelle. Nur die aktive Verknüpfung zu unserem gespeicherten Wissen, lässt diese bewußt abrufen.

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