Aufschieben vermeiden

Eines der größten Probleme im Bereich des Zeitmanagements ist nicht der Zeitmangel, sondern das Aufschieben wichtiger Aufgaben. Lustlosigkeit, Versagensängste oder langweilige Aufgaben können dafür sorgen, dass Du Dinge immer weiter in die Zukunft schiebst. Warum Aufschieben so schlimm für Dich ist und wie Du es in Zukunft besser machen kannst, lernst Du in diesem Artikel.

Zeitmanagement existiert nicht in einem Vakuum. Viele weitere Einflussfaktoren sind mit diesem Thema eng vernetzt – gerade im Bereich des Aufschiebens. Besonders die Artikel aus der Kategorie Motivation (z.B. Das Schmerz und Freude Prinzip) können Dir beim Überwinden des Aufschiebens helfen. Lies dort noch einmal nach, wie Du Symptome wie Lustlosigkeit besiegen kannst.

Warum Aufschieben so schlimm ist

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun. Marie von Ebner-Eschenbach

Alle Dinge, die Du nicht erledigst, vergisst Du nicht. Sie bleiben im Kopf und bereiten Dir konstant ein ungutes Gefühl. Unbewusst machst Du Dir die ganze Zeit Vorwürfe, dass Du die Aufgaben nicht erledigst. Langsam baut sich vor Dir ein mentaler Chaoshaufen mit unerledigten Aufgaben auf. Das schlimme ist: Dein Kopf ist nicht mehr frei für Neues.

Untersuchungen haben ergeben:
Solange ein Tisch in einem Restaurant seine Rechnung nicht bezahlt hat, weiß die Bedienung genau welcher Gast welches Essen und welches Getränk hatte. Sobald die Gäste allerdings die Rechnung bezahlt haben, kann die Bedienung schon nach kurzer Zeit Essen und Getränke nicht mehr zuordnen. Das Gehirn „vergisst“ diese Informationen, weil sie nicht mehr wichtig sind.

Was auf die Bedienung im Restaurant zutrifft, gilt für Dich genauso. Sobald Du eine Sache erledigt hast, „vergisst“ Du sie. Sie belastet Dich nicht mehr und Du hast Platz für etwas Neues. Das schlechte Gewissen verschwindet und Du wirst Dich viel wohler fühlen, weil die Blockade aufgelöst ist. Nimm Dir also zum Beispiel vor, jede Woche eine Aufgabe zu erledigen, die schon seit langem halbfertig herumliegt.

Ausreden unbedingt vermeiden

Jeder hat seine kleinen Scheingründe, die das Aufschieben rechtfertigen. Wenn Du Dich dabei ertappst, wie Du solche Ausreden zu Deiner eigenen Verteidigung vorbringst, solltest Du ganz bewusst „Stopp!“ sagen. Mach Dir klar, was Du gerade tust: Du erklärst Dir selbst, dass das Aufschieben gar nicht so schlimm ist. Das weißt Du jetzt aber besser! Lass diese Ausreden ab jetzt nicht mehr gelten und fang mit den Aufgaben einfach an.

Wie schon in unserem Artikel „Ziele: Fang jetzt an!“ erklärt, läuft (fast) alles von selbst, wenn Du erst einmal in Schwung gekommen bist.

Typische Ausreden vermeiden

  • Es ist noch so lange hin bis die Aufgabe fertig sein muss.
  • Wenn ich damit anfange, läuft es wie von selbst.
  • Es bringt nichts, wenn ich keine Lust habe.
  • Morgen ist ein neuer Tag. Da wird es viel besser laufen.
  • Ich muss mich nur konzentrieren.
  • Erst mal räume ich noch auf.

Die Schweizer Käse Methode

Schweizer Käse hat bekanntlich viele Löcher, und nach diesem Vorbild kannst Du große Aufgaben bewältigen. So vermeidest du ein Aufschieben das nur entsteht, weil du Angst hast einer großen Aufgabe nicht gewachsen zu sein und deshalb gar nicht erst anfängst.

Mache einfach viele kleiner Löcher in die große Aufgabe. Arbeite jeden Tag für 30 Minuten an einem Projekt und erledige Schritt für Schritt die kleinen Aufgaben. Indem Du immer mehr Löcher – kleine erledigte Dinge – in den Käse machst, rückst Du dem Hauptziel immer näher. Schließlich wirst Du aufgrund Deiner Fortschritte so viel Spaß an der Aufgabe haben, dass Du sie sogar schneller als geplant schaffen wirst.

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