Wie Du Dein Ziel im Alltag nicht aus den Augen verlierst

Weißt Du, woran die meisten Ziele scheitern?

Wir geben zu früh auf.

Und das nicht einmal, weil wir zu oft gescheitert wären und deshalb den Mut verloren hätten. Der größte Ziele-Killer ist der Alltag. Unsere täglichen Verpflichtungen und unsere Routine lassen uns die großen Ziele einfach vergessen. Wir sind so beschäftigt, dass wir unsere Ziele einfach aus den Augen verlieren.

Alltagschaos

Foto: Debra Roby / flickr.com

Du kennst das umgekehrt mit Sicherheit aus dem Urlaub: Sobald Du erst einmal raus bist aus dem normalen Trott, wirst Du unternehmungslustiger. Der Kopf ist frei – und Du denkst mehr über die Zukunft nach, kommst auf neue Ideen und planst das eine oder andere Ziel. Doch sobald der Alltag uns wieder einholt, weichen unsere kühnen Pläne schnell wieder der normalen Tagesordnung.

Genau das ist das Problem. Denn das Zauberwort für Deine Ziele heißt: Beständigkeit.

Große Ziele kannst Du nur erreichen, wenn Du konsequent dranbleibst und Schritt für Schritt Fortschritte erzielst.

Wie Du Dein Ziel nie mehr vergisst

Wie erreichst Du diese Beständigkeit, auch wenn Dich viele andere Aufgaben im Alltag fordern? Die Lösung, die wir Dir heute vorschlagen wollen, ist denkbar einfach, aber seeeehr effektiv:

Mach Dir ein Zielebild.

Was das ist?

Ein Zielebild ist, ganz einfach ausgedrückt, eine visuelle Darstellung Deines erreichten Ziels. Du bastelst Dir also ein Bild von Deinem Ziel. Und das hängst Du an einem Ort auf, den Du täglich mindestens zwei Mal siehst (zum Beispiel im Bad, im Flur, im Schlafzimmer oder als Desktophintergrund).

Keine Angst, Du musst kein begnadeter Künstler sein, um ein solches Bild zu erstellen. Mit den folgenden Tipps kommst Du ganz schnell und einfach zu Deinem eigenen Zielebild.

Hier ein paar Beispiele, wie Du aus einem Ziel ein Zielebild erstellen könntest:

  • Wenn Du mit Deinem Roman auf der Bestsellerliste des SPIEGEL landen willst, dann mach Dir ein Bild davon. Fotografiere eine Liste in der Buchhandlung ab oder geh auf SPIEGEL Online und erstelle einen Screenshot. Anschließend setzt Du den Titel Deines Romans und Dich als Autoren auf Platz 1. Natürlich kannst Du Dir auch nur ein Titelbild Deines Buchs entwerfen und Dich so immer wieder an Dein großes Ziel erinnern. Dafür reicht auch eine einfache Skizze auf einem weißen DIN A4: Rechteck gemalt (das ist das Buch!), Titel reingeschrieben, „1. Platz“ und das SPIEGEL-Logo aus dem Netz ausgedruckt darunter platziert, sieht das Ganze in einem schlichten Rahmen mit Sicherheit cool aus!
  • Wenn Du Dich gesünder ernähren willst, sammle Fotos aus Magazinen von Obst, Gemüse oder frischen Säften. Mach daraus eine Collage. Noch besser ist, wenn Du konkreter wirst: Du willst eine Paprika und ein Stück Gurke am Tag essen. Bereite beides vor und fotografiere den gesunden Snack.
  • Du träumst von einem schönen Haus? Nutze die Google Bildersuche und finde ein Foto Deines Traumhauses. Druck es in Farbe aus.
  • Du wolltest schon immer einmal auf einer einsamen Insel Urlaub machen? Such Dir ein solches Bild im Internet und schneide Dich selbst mit ins Bild.
  • Vielleicht war es auch schon immer Dein Traum, einen schönen Sportwagen zu fahren. Geh zum nächsten Autohändler, setz Dich ins Auto und lass ein Foto von Dir und dem Auto machen. So hast Du immer vor Augen, wo Du hin willst.

Du siehst, dass Du Dein Zielebild ziemlich schnell „basteln“ kannst. Wenn Du Dich ein bisschen mit Bildbearbeitungsprogrammen auskennst, wirst Du damit erst recht keine Probleme haben. Ein sehr gutes kostenloses Programm, das Du direkt im Browser starten kannst, ist übrigens Pixlr.

Aber Du musst nicht erst ein begnadeter Photoshopper werden, um Dein Zielebild zu erstellen. Google die Bilder, die Du brauchst, Druck alles aus und nutze Schere und Klebe. Oder Du nimmst einen Stift in die Hand und malst Dein Bild selbst.

Zielebild

Jetzt bist Du dran: Wie sieht Dein Ziel aus, wenn Du es erreicht hast? Unser Gehirn denkt in Bildern. Wie könntest Du aus Deinem Ziel ein Bild basteln?

Warum ein Zielebild Dich unterstützen wird

Ok, so viel zu der Frage, was eine Zielebild ist und wie Du Dir eins machen kannst. Aber wie unterstützt Dich nun ein Zielebild dabei, Deine Ziele zu erreichen?

Wir haben eben schon darüber gesprochen, dass Ziele oft schon daran scheitern, dass Du sie im Alltag vergisst. Mit einem Zielebild wird Dir das nicht so schnell passieren: Du siehst es schließlich mehrmals am Tag.

Dein Zielebild ist also gewissermaßen die Garantie, dass Du immer an Dein Ziel denken wirst, egal wie stressig Dein Alltag gerade ist. Selbst wenn Du eine stressige Woche hattest, spätestens am Wochenende wirst Du das Zielebild wieder bewusst wahrnehmen und mit neuem Elan weitermachen.

Dein Zielebild funktioniert wie ein Pfeil, der Dich immer wieder in die richtige Richtung lenkt. Wenn Du im täglichen Trott verharrst, weist Dir Dein persönliches Bild den Weg nach vorn.

Mehr Klarheit und mehr Kreativität

Aber das Zielebild hat auch noch zwei weitere Vorteile: Es zwingt Dich zu mehr Klarheit und hilft Dir dabei, kreative Lösungswege zu finden, um Dein Ziel zu erreichen.

Mehr Klarheit: Es ist kein Geheimnis, dass klar formulierte Ziele sehr wichtig sind. Doch oft verstecken wir uns immer noch hinter allgemeinen Aussagen: „Ich will abnehmen“, „Ich will ein Buch schreiben“ oder „Ich will mich selbstständig machen“.

Wenn Du ein Zielebild entwerfen musst, hast Du keine andere Wahl, als ein sehr konkretes Bild zu wählen. Wie sieht „abnehmen“ für Dich konkret aus? Ein durchtrainierter Körper, ein bestimmtes Gewicht oder die Tatsache, dass Du wieder in Deine Lieblingshose passt?

Dein Wunschergebnis bestimmt Dein persönliches Bild.

Mehr Kreativität: Einen ganz wichtigen Aspekt des Zielebilds haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Du kannst schon im Artikel „Visualisierung“ nachlesen, dass Dir allein die Visualisierung Deines Ziels dabei hilft, Dein Ziel zu erreichen.

Mit dem Zielebild holst Du Deine Gedanken in die Wirklichkeit.

Mit dem Zielebild holst Du Deine Gedanken in die Wirklichkeit. Du hast ein Hilfsmittel, das Dir das Visualisieren erleichtert.

Noch besser ist allerdings, dass auch Dein Unterbewusstsein dieses Bild ständig wieder vor die Nase kriegt. Du gibst Deinem Gehirn also mehrmals am Tag ein Signal, wo Du hin willst. Aus diesem Grund wirst Du Deine Umgebung ganz anders wahrnehmen und kreative Lösungswege finden.

Vielleicht kennst Du das Sprichwort „Mit dem Hammer in der Hand sieht alles aus wie ein Nagel“. Ähnlich ist es mit Deinem Zielebild: Mit dem konkreten Ziel vor Augen sucht Dein Kopf auch ohne Dein Zutun nach Wegen zu Deinem Ziel. Du wirst Ideen haben, die Du vorher nicht gehabt hättest. Du wirst Dinge anders wahrnehmen, weil sich Dein Fokus stärker auf Dein Ziel richtet.

Und das bedeutet für Dich, dass Du Dein Ziel schneller erreichen kannst!

Was Du jetzt tun solltest

Ein Wegweiser im Alltag, mehr Klarheit und mehr Kreativität: Das Zielebild ist eine große Unterstützung auf dem Weg zu Deinen größten Zielen.

Erfolgreiche Menschen zeichnet aus, dass sie neue Ideen schnell umsetzen. Worauf wartest Du also?

Bastel Dir in drei Schritten Dein erstes Zielebild:

  1. Stell Dir vor, wie Dein erreichtes Ziel aussehen würde.
  2. Mach Dir mit Hilfe von Bildern aus dem Internet, Magazinen oder eigenen Fotos Dein persönliches Zielebild.
  3. Häng Dein Zielebild an einem Ort auf, den Du jeden Tag mindestens zwei Mal siehst.

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4 Kommentare

  • Lieber Sven-Alexander,

    mir gefällt sehr gut wie du die Vorteile und Wirkungen der Visualisierung eines Ziels dargestellt hast – fundiert und informativ. Ganz besonders hat mir dein Ansatz gefallen, dass sich jeder mit der Visualisierung seines Ziels die Gedanken in die Wirklichkeit holen kann.

    Liebe Grüße

  • Hallo Sven-Alexander,

    Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, was Du hier zum Thema „Ziele erreichen“ schreibst.

    Ich habe mir mein Ziel visualisiert und in allen Details aufgeschrieben – und ich habe mein Ziel erreicht.

    Die eigene Überzeugung ist auch noch ein wichtiger Erfolgs faktor.

    Beste Grüße

    Wolfgang Leideck

  • Lieber Sven-Alexander,

    Danke für den Artikel. Es ist ja unglaublich, was Bilder bewirken. Das, was wir sehen, macht etwas mit uns. Im Grunde sind ja alle aufgeschriebenen Worte nur dazu da, bestimmte Bilder in uns zu bewirken. Oft gilt ja: Erst wenn ich das Gelesene in Bilder umwandle, habe ich das Gelesene wirklich verstanden und verinnerlicht. Ich habe mir „ein Bild gemacht“.

    Deshalb finde ich es extrem effektiv, sich selbst Zielebilder zu malen und diese auch regelmäßig anzuschauen… und weiter auszumalen.

    DANKE noch mal.

    Lieben Gruß
    Johannes

  • Danke für Eure Kommentare und klugen Ergänzungen!

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