Andere Menschen begeistern, ohne ein Wort zu sagen!

Wahrscheinlich weißt Du es längst. Schon bevor das erste Wort Deinen Mund verlässt, hat sich Dein Gegenüber einen ersten Eindruck von Dir gemacht. Und diesen Eindruck zu korrigieren, ist unglaublich schwer. Wenn wir ein paar wenige Dinge beachten, können wir unsere Ausstrahlung aber von Beginn an verbessern. Ich möchte Dir heute drei Tricks verraten, mit denen Du in Zukunft Deine Mitmenschen von Dir begeistern kannst.

Deine Körperhaltung als Erfolgsindikator

Wie kannst Du einen Raum betreten und sofort als interessanter und erfolgreicher Mensch wahrgenommen werden? Die Antwort hängt eng mit dem Einführungsartikel der Charisma-Kategorie (Ausstrahlung kommt von innen, oder?) zusammen: Du musst Selbstvertrauen ausstrahlen. Wenn Du nicht einmal selbst von Dir überzeugt bist, wie soll es dann ein anderer sein?

Deine Körperhaltung spielt für Deine Ausstrahlung eine gewichtige Rolle. Wie oft laufen wir alle mit gesenktem Kopf oder hängenden Schultern herum? Dann wirken wir verunsichert und kraftlos. Auf der anderen Seite signalisiert ein hohes Maß an Körperspannung innere Stärke und Selbstvertrauen. Richte Deinen Körper auf und setze ihn unter Spannung. Dabei darfst Du Körperspannung nicht mit verkrampften Bewegungen verwechseln und Dich wie ein Roboter bewegen. Körperspannung bedeutet, seinen Körper bewusst wahrzunehmen und die über 650 verschiedenen Muskeln des Körpers gezielt einzusetzen.

Vielleicht hilft Dir der Vergleich mit einem Händedruck, ein besseres Verständnis für Deine Körperhaltung zu bekommen. Wenn Dir jemand die Hand gibt, gibt es im Grunde drei Szenarien:

  • Typ „Toter Fisch“: Der Händedruck ist völlig leblos und ohne Energie.
  • Typ „Profi“: Der Händedruck ist kraftvoll und angenehm.
  • Typ „Schraubstock“: Der Händedruck ist viel zu stark und unangenehm.

Diese drei Typen gibt es in etwa auch bei der Körperspannung. Ziel ist es, ein gesundes Mittelmaß zu finden. Wenn Du fast täglich im Fitness-Studio verbringst, ist die Gefahr einer übertriebenen Haltung groß. Du bewegst Dich wie ein Kühlschrank und bist nicht flexibel genug. Wenn Du auf der anderen Seite schon von Haus aus schüchtern und fast nie körperlich aktiv bist, könntest Du als „Toter Fisch“ wahrgenommen werden. Dann wird es jetzt Zeit, mit mehr Selbstvertrauen durchs Leben zu gehen.

Versuche die goldene Mitte (beim Händedruck Typ „Profi“) zu finden, indem Du Dir Feedback von Freunden holst und Dich selbst ein bisschen beobachtest. Eine wichtige Rolle bei der Verbesserung Deiner Körperspannung spielt vor allem Deine Rumpfmuskulatur. Wenn sie gut trainiert ist, fällt Dir die richtige Körperspannung viel leichter! Dazu gibt es zahlreiche Übungen, die Du auch zu Hause ohne Geräte aus dem Fitnessstudio machen kannst. Google ist Dir bei der Suche gerne behilflich.

Neben der richtigen Körperspannung gibt es noch weitere Faktoren, die für das gewisse Etwas von Bedeutung sind. Du solltest versuchen, überflüssige Zappelbewegungen möglichst zu vermeiden. Besser sind größere symmetrische Gesten. Zusätzlich ein langsamerer aber beschwingter Gang. Schnelle Bewegungen vermitteln Hektik und fehlende Souveränität.

Wie Dein Lächeln zu etwas Besonderem wird

Wenn Du einer anderen Person das erste Mal gegenüber stehst, muss sie schnell entscheiden, ob Du Freund oder Feind bist. Ein Lächeln signalisiert intuitiv, dass Du keine Gefahr darstellst. Doch ein aufgesetztes Lächeln reicht nicht aus. Weil heute fast jeder um die Wirkung eines Lächelns weiß, begegnet uns auch fast jeder mit hochgezogenen Mundwinkeln. Trotzdem merken wir meistens instinktiv, wenn es sich um ein manipulierendes, falsches Lächeln handelt.

Was kannst Du also tun, damit Deinem Lächeln mehr Glaubwürdigkeit geschenkt wird? Du musst verhindern, dass Dein Gegenüber den Eindruck bekommt, Du würdest jeden mit einem Lächeln begrüßen, ohne es ehrlich zu meinen. Und das geht mit folgendem Trick:

Verzögere Dein Lächeln ein wenig. Schau in das Gesicht der anderen Person, nimm sie wahr und lächle sie erst dann an. Stell Dir vor Du triffst am Flughafen plötzlich einen alten Freund, den Du seit Jahren nicht gesehen hast. Mitten in der Menschenmasse erkennst Du auf einmal die vertrauten Gesichtszüge. Du schaust ihn an und lächelst erst im zweiten Schritt. Damit sagst Du: „Jetzt habe ich Dich als besonderen Menschen erkannt und deshalb lächle ich Dich an.“ Du zeigst, dass der andere nicht einer unter vielen ist, den Du einfach automatisch anlächelst.

Mit diesem Verhalten hebst Du Dich wohltuend von dem automatischen Grinsen vieler anderer ab. Wenn Du gleichzeitig auch noch Deine Körperhaltung öffnest – was nichts anderes bedeutet, als sich dem Gegenüber direkt zuzuwenden, ohne mit den Armen Deinen Körper zu blockieren -, ist Dein Lächeln für jeden, der es empfängt, etwas wirklich Besonderes.

Selbstbewusster Blickkontakt in zwei Schritten

Es ist eine Kunst, beim Blickkontakt die richtige Balance zu finden. Auf der einen Seite musst Du einer Person lange genug in die Augen schauen, um eine echte Verbindung mit ihr aufzubauen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, sie zu aufdringlich anzustarren. Mit zwei einfachen Schritten wirkst Du vertrauenswürdiger, freundlicher und stellst eine positive Atmosphäre her.

Schritt 1: Als erstes ist es wichtig, eine wirkliche Verbindung mit der anderen Person aufzubauen. Dazu reicht ein kurzer beiläufiger Blickkontakt nicht aus. Du solltest etwas länger als normal in den Augen des anderen verharren. Besonders wichtig ist, dass es Dich umgekehrt dann auch nicht stört, ebenfalls länger angeschaut zu werden. Denn idealerweise erwidert Dein Gegenüber den freundlichen Blickkontakt. Um sicherzustellen, dass Du wirklich tief in die Augen des anderen schaust, versuche bei einer neuen Person immer als erstes herauszufinden, welche Augenfarbe sie hat. Dann machst Du bei Schritt 1 garantiert nichts falsch.

Schritt 2: Anschließend solltest Du den Blickkontakt halten, ohne aufdringlich zu werden. Dazu gibt es einen simplen Trick. Kennst Du das alte Spiel, bei dem Du eine Lupe zwischen Sonne und Papier hältst und sich nach kurzer Zeit ein kleines Feuer entzündet? Wenn Du mit Deinen Augen zu lange auf die gleiche Stelle schaust, wirkt Dein Blick bohrend. Das kannst Du vermeiden, indem Du Deinen Blick über das gesamte Gesicht streifen lässt. Wandere mit Deinem Blick vom linken Auge zum Mund, dann zur Nase und schließlich zum rechten Auge. Verharre in jeder Position immer für ein paar Sekunden und lass Deinen Blick dann weiter schweifen. So erzeugst Du Wärme und keine unangenehmes Feuer.

Zusammenfassung

Es sind Kleinigkeiten, mit denen Du andere Menschen begeistern kannst. Achte vor allem darauf, dass Du eine gute Körperspannung hast. Das zeugt von Selbstvertrauen und fällt positiv auf! Schenke nicht jedem Dein „0815-Lächeln“, sondern mache Dein Lächeln zu etwas Besonderem, indem Du es ein wenig verzögerst – und ehrlich meinst. Denke immer an Deinen guten Freund am Flughafen. Um eine echte Verbindung mit einem anderen Menschen aufzubauen, hältst Du Dich an die zwei Schritte für einen selbstbewussten Blickkontakt.

Alles kannst Du mit Familie und Freunden üben, um im Ernstfall andere Menschen mit Deiner Ausstrahlung zu beeindrucken. Hol Dir Feedback! Wir können uns selbst nur ganz schwer einschätzen. Alternativ kannst Du Dich auch auf Video aufnehmen.

Du hast weitere Tipps für einen hervorrangenden ersten Eindruck? Schreib doch einfach einen kurzen Kommentar, damit wir alle davon lernen können!

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